Christian-Müther-Gedächtnisfahrt.
Am 10. Juli machte sich die HANNE MARIE wieder auf den Weg nach Stralsund zur 29. Christian-Müther-Gedächtnisfahrt.
Die von der Christian-Müther-Stiftung alljährlich organisierte Fahrt soll es asthmakranken Kindern ermöglichen sich drei Tage lang auf dem Strelasund und dem Greifswalder Bodden zu erholen und gesunde Seeluft zu schnubbern. Mit dabei sind viele bekannte Traditionssegler, wie z.B., die ERNESTINE und die VORPOMMERN, aber auch viele kleinere Yachten.
Nach dem Aufstehen am nächsten Morgen wurden die Kinder auf die einzelnen Schiffe verteilt und los ging’s Richtung Lauterbach auf Rügen. Leider regnete es, wenn auch nicht stark, so doch dauerhaft. (Schade für die Kinder. Die hartgesottene, wettergegerbte Crew der HANNE MARIE hat das Wasser von oben natürlich nicht einmal bemerkt 😉 ).
Der Wind wehte auch nicht so, wie er es eigentlich kann, und so segelten wir mit maritimer Schrittgeschwindigkeit durch den Strelasund. Noch hatten wir ja Zeit.
Um übermäßiger Langeweile vorzubeugen, holte der, das Geschwader begleitende Seenotretter HERTHA JEEP, die Kinder von den Schiffen ab und drehte eine kleine Runde. Einmal Hebel auf den Tisch.
Als sich nach Verlassen des Strelasunds die Windverhältnisse immer noch nicht besserten, hieß es Segel bergen und mit Maschinenkraft durch den Bodden nach Lauterbach. Die Kinder sollten um 15:00 Uhr dort sein, da für sie noch ein weiteres Programm vorbereitet war.
Auch für die Besatzungen gab es genug zu Essen und zu Trinken.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstücken kamen die neuen Kinder an Bord. Dieses Jahr waren nicht so viele erschienen und die HANNE bekam nur drei Jungs ab.
Bei gutem, Halbem Wind ging es grob Richtung Stubber. Dann die Wende und Hoch am Wind wieder zurück zum Fahrwasser und pünktlich nach Lauterbach. Zum Wind gab es jetzt auch schon ein bisschen Welle. Da hieß es sich gut festhalten.
Auch heute war auf der großen Wiese hinter dem Hafen noch einmal Programm für die Lütten.
Am nächsten Morgen ging es dann schon wieder zurück nach Greifswald. Diesmal bei herrlichem Sonnenschein und günstigen Winden. Die Kinder wurden von hier aus mit Bussen zurückgefahren und die Besatzungen noch einmal zum Essen auf den alten Kran im Museumshafen eingeladen.
Und das sagt die Presse:
http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Ruegen/Segeltoern-fuer-150-asthmakranke-Kinder3
Bis zum nächsten Jahr!
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Flensburg – dänische Südsee – Greifswald – Törn
Berichtet von Alexander Schnee (14 Jahre)
02.07.2018 – 08.07.2018
Nachdem wir am vorherigen Tag besprochen hatten, was wir die
Woche über kochen könnten und wir alles eingekauft hatten, ging die Reise auch schon
los. Erstes Ziel Sonderburg.
Meine Schwester und ich waren die Smutjes und das die ganze Fahrt über.
Heute gab es Chili con Carne – lecker!
Sonderburg hatte einen größeren Hafen, als ich erwartet hätte, aber ich habe vergessen ein Foto zu machen.
Bevor wir aus Sonderburg fuhren, haben wir noch Wasser getankt und das Deck etwas geputzt. Die Fahrt nach Bagenkop ging mit einem Durchschnitt von 3,6 Knoten gemütlich
voran, nach ca. 6 Stunden waren wir drüben. Am Abend wurde uns dann die Wahl gelassen,
ob wir ca. 42 Seemeilen am Tag nördlich nach Vejrø oder den kürzeren Weg südlich
fahren möchten.
Nachdem wir aus Bagenkop ausgelaufen waren, ging das schöne Segeln los. Wir hatten ca. 5 Knoten und die Wellen kamen von hinten und überholten uns gemächlich. Nach mehr als 8 Stunden Fahrt kamen wir dann in Vejrø an. Die Insel war sehr klein und gemütlich und es gab das beste W-Lan aller Häfen, die wir besucht hatten. Die Toiletten waren luxuriös und genau so war auch der Liepeplatzpreis.
Auf der Insel gab es nicht mal einen Laden, aber einen kleinen Kiosk und ein Hotel.
Nach dem Auslaufen aus dem schönen Hafen ging es dann wieder für etliche Stunden auf die dänische Südsee … bis wir in Hesnæs angekommen waren.
Dort haben wir uns etwas die Zeit vertrieben, bis ein Fischkutter hereinfuhr und frisch vom Boot teuren Fisch ganz billig verkauft hat. Leider konnte niemand den Plattfisch, wie Flunder und Seezunge, zerlegen, darum habe wir nichts gekauft.
Nach dem Verlassen des „Gold“hafens segelten wir nach Wiek. Die Fahrt hat einige Mitreisende
fast seekrank gemacht, da wir ab und zu über 7 Knoten an Geschwindigkeit hatten und die Wellen uns trotzdem noch überholt haben.
Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Stralsund. Wir hatten uns zum Essen verabredet und durchkämmten die Stadt. Das Restaurant, dass wir ausgesucht hatten, war schlecht: Der Lachs matschig, das Essen kalt, die Suppe eine ölige Brühe. Sie konnten aber Bier einschenken und Scholle braten.
Aber Stralsund an sich ist eine sehr schöne Stadt.
Nach Stralsund haben wir die 2. Brückenöffnungszeit genommen und sind direkt nach Greifswald gesegelt. Dazu gibt es leider nicht viel zu sagen und das Foto habe ich auch vergessen.
Wir hatten alle gemeinsam eine tolle Zeit.